Aus gegebenem Anlass hier eine kurze Zusammenfassung der Sachen, die man unbedingt in Brasilien kaufen sollte oder welche man eher mitbringen sollte.
Obwohl Brasilien ein Schwellenland ist und damit eigentlich geringere Preisniveaus haben sollte, sind die Preise arg hoch. Preishochburgen im wahrsten Sinne des Wortes sind dabei São Paulo und Rio, aber auch Florianópolis ist nicht gerade billig.
Hingegen sind im Nordosten und Norden die Preise i.A. recht günstig.
Faustregel ist:
Importware: teuer
Brasilianische Waren: Je komplexer, desto schlechtere Qualität.
1. Importprodukte
Die Industrie in Brasilien ist für europäische Verhältnisse unter aller Würde. Die Produkte sind teuer und haben eine schlechte Qualität, und überleben nur, weil die betroffenen Industrien gewissermassen durch Schutzzölle am Leben gehalten werden. Insbesondere Hightech, Autos und allerlei sonstwie komplexe Produkte sind davon betroffen.
2. Importnahrungsmittel
Aber selbst einfache Produkte wie zB chilenischer Merlot kosten hier ca 15R$, also ca. 6 Euro, was einfach lächerlich ist in Anbetracht der Tatsache, dass der gleiche Wein trotz der Transportkosten in Deutschland manchmal für 1,50Euro zu haben ist. Teure Importnahrungsmittel sind neben Wein und Bier Schokolade, Schwarzbrot und Käse. Das kann man schon irgendwie verwinden, aber man bezahlt halt entweder das 4-fache oder man akzeptiert die Qualität, die bei den genannten Produkten teilweise immens schlecht ist. ZB der Standardkäse hier schmeckt nach garnichts und jeder Aldi-Gouda ist billiger (!) und besser als die typischen Sorten Prato und Mussarela.
3. Brasilianische Nahrungsmittel
Die lokal angebauten Nahrungsmittel sind recht günstig, also zB Limetten, Bananen, usw. Ausserdem kann man auch von den Derivaten profitieren. Der 0815 Cachaça z.B. ist der "51" und der ist für 4R$ pro Liter zu haben, also ca. 1,50 Euro. Damit erklärt sich dann wohl auch die völkische Präferenz für Caipirinha.
Auch Fleisch und einfache Restaurants sind günstig. So bekommt man hier um die Ecke den Cachorro Quente (wörtlich "Heisser Hund") für 3,50R$. Als Haken muss ich erwähnen, dass die Wurst im Hot Dog durchaus manchmal einen Beigeschmack von Knochenmehl hat.
Das Buffet a Quilo kostet zur Mittagszeit bei all-you-can-eat zwischen 8-15R$. Das heisst, man kann sich den Bauch vollschlagen für 3-6 Euro und zwar mit x Sorten Fleisch, Nudeln, Reis, allerlei Gemüse, Obst und Nachtisch. Selbst, wer weiss, dass er davon dick wird, kann mit 20-40 R$ pro Kilo sich den Teller nach Belieben selbst zusammenstellen und fühlt sich nicht genötigt, zu übertreiben.
4. Brasilianische Produkte
Als Faustregel würde ich behaupten, dass manuell hergestelle arbeitsintensive Ware billig ist. Das liegt wohl daran, dass der Bildungsgrad nicht unbedingt sonderlich hoch ist (die staatlichen Schulen seien der Graus) und demensprechend die Löhne niedrig. Der Mindestlohn bei 600R$ (240 Euro) sagt dabei schon einiges aus.
Derartige Produkte sind u.A. Textilien, Schuhe, Low-Tech. Dabei kann man manchmal erstaunlich gute Produkte für wenig Geld bekommen. Mein quasi massgeschneiderter Anzug mit allem drum und dran hat hier 950 R$ = 380 Euro gekostet und die Qualität scheint extrem gut.
5. Brasilianische Dienstleistungen
Da Dienstleistungen im Regelfall recht arbeitsintensiv sind, sind sie dementsprechend billig. Ich kann hier insbesondere Gesundheits-Services empfehlen (zB eine Zahnreinigung oder Augenlasern), da die Medizin durchaus einen guten Ruf hat.
Aber auch andere Sachen wie das Schustern oder das Flicken von Kleidung usw ist hier im Allgemeinen billig.
Das mal so als Überblick...
Samstag, 5. Mai 2012
Donnerstag, 23. Februar 2012
Realsatire
Heute kann man Folgendes im Spiegel lesen.
Merkel bittet Angehörige um Verzeihung
Im Vorwort dazu heisst es bereits:
Das bedeutet nichts geringeres als dass Schiessbefehle gegen Demonstranten erteilt werden können ohne dass sich irgendwer dafür verantworten müsste. Genau so, wie Assad es in Syrien macht.
Und wer jetzt meint "sowas werden die niemals tun", dem sei gesagt, dass Assad in Damaskus in einer französisch-arabischen Schule gelernt hatte, später dann Medizin studierte und in London dann eine Spezialisierung zum Augenarzt gemacht hatte. Er spricht Französisch, Arabisch und Englisch, ist seit 2001 verheiratet und ist Vater dreier 7-10 Jahre alter Kinder. So einer könnte doch nie sowas tun.
Doch.
Gleichgültigkeit hat eine verheerende Wirkung.
Merkel bittet Angehörige um Verzeihung
Im Vorwort dazu heisst es bereits:
Ein Land verneigt sich vor den Opfern des rechtsextremistischen Terrors. Bei der zentralen Gedenkfeier in Berlin appellierte Kanzlerin Merkel an Mitgefühl und Aufmerksamkeit aller Menschen in Deutschland: "Gleichgültigkeit hat eine verheerende Wirkung."Gleichzeitig wird mit dem ESM erstmals wieder seit 60 Jahren eine totalitäre Regierung installiert, die nicht angeklagt werden kann, die sich damit für nichts verantworten muss und die jederzeit Geld vom Steuerzahler anfordern kann.
Das bedeutet nichts geringeres als dass Schiessbefehle gegen Demonstranten erteilt werden können ohne dass sich irgendwer dafür verantworten müsste. Genau so, wie Assad es in Syrien macht.
Und wer jetzt meint "sowas werden die niemals tun", dem sei gesagt, dass Assad in Damaskus in einer französisch-arabischen Schule gelernt hatte, später dann Medizin studierte und in London dann eine Spezialisierung zum Augenarzt gemacht hatte. Er spricht Französisch, Arabisch und Englisch, ist seit 2001 verheiratet und ist Vater dreier 7-10 Jahre alter Kinder. So einer könnte doch nie sowas tun.
Doch.
Gleichgültigkeit hat eine verheerende Wirkung.
Donnerstag, 16. Februar 2012
Lyrik im Niveaulimbo
So, wenn ich das richtig sehe(n),
müssten Kommentare gehen
ausnahmslos für jedermann,
der Bild zu Text umwandeln kann.
Wenn ich das richtig sehe, wird jener Song auch in Deutschland die Charts hoch und runter gespielt? Oder wie ist das?
Vielleicht sollte ich mal einen auf Lutz Stolberg machen und mal zum Besten geben, was und wie wenig ich eigentlich über das Lied und Sertanejo im Allgemeinen weiss.
Naja, ein wenig Zeit hab ich noch. Das reicht aber nich tur eine Abhandlung über Sertanejo, deswegen hier kurz noch ein paar Bücherhinweise.
Während in Griechenland bereits fleissig deutsche Fahnen verbrannt werden (Das Volk ist nicht in der Lage zwischen Volk und Regierung anderer Länder zu unterscheiden), werden wir so langsam in die Phase eintreten, die 1920-1923 auch in Deutschland vorherrschend war, bekannt unter dem Namen Hyperinflation. Vielleicht 5 Jahre noch oder so. Wichtig ist aber zu wissen, warum das alles passiert ist und was in Zukunft dann passieren wird.
Zum Warum empfehle ich allen dem Englisch mächtigen ausnahmslos Economics in One Lesson. Das Buch ist wirklich dermassen gut, und wenn auch nur die Hälfte unserer Politiker auch nur die Hälfte des Buches gelesen hätte, wären wir heute nicht dort, wo wir sind (nah am Abgrund, falls das jetzt unklar ist).
Das Zweite kann ich nicht direkt empfehlen, weil ich es noch nicht gelesen habe. Aber es soll sehr plakativ sein und zeigen, womit zu rechnen ist: When Money dies
So, nun muss ich doch weg. Es soll nur gesagt sein, dass das Buch "Economics in One Lesson" Grundlage jedweder Diskussion über praktische Wirtschaftspolitik (z.B. Mindestlohn, "Ankurbeln des Exports" usw) sein sollte, zumal es nur 130 A5 Seiten sind, die in einfachstem Englisch und ohne Formeln gehalten sind.
müssten Kommentare gehen
ausnahmslos für jedermann,
der Bild zu Text umwandeln kann.
Wenn ich das richtig sehe, wird jener Song auch in Deutschland die Charts hoch und runter gespielt? Oder wie ist das?
Vielleicht sollte ich mal einen auf Lutz Stolberg machen und mal zum Besten geben, was und wie wenig ich eigentlich über das Lied und Sertanejo im Allgemeinen weiss.
Naja, ein wenig Zeit hab ich noch. Das reicht aber nich tur eine Abhandlung über Sertanejo, deswegen hier kurz noch ein paar Bücherhinweise.
Während in Griechenland bereits fleissig deutsche Fahnen verbrannt werden (Das Volk ist nicht in der Lage zwischen Volk und Regierung anderer Länder zu unterscheiden), werden wir so langsam in die Phase eintreten, die 1920-1923 auch in Deutschland vorherrschend war, bekannt unter dem Namen Hyperinflation. Vielleicht 5 Jahre noch oder so. Wichtig ist aber zu wissen, warum das alles passiert ist und was in Zukunft dann passieren wird.
Zum Warum empfehle ich allen dem Englisch mächtigen ausnahmslos Economics in One Lesson. Das Buch ist wirklich dermassen gut, und wenn auch nur die Hälfte unserer Politiker auch nur die Hälfte des Buches gelesen hätte, wären wir heute nicht dort, wo wir sind (nah am Abgrund, falls das jetzt unklar ist).
Das Zweite kann ich nicht direkt empfehlen, weil ich es noch nicht gelesen habe. Aber es soll sehr plakativ sein und zeigen, womit zu rechnen ist: When Money dies
So, nun muss ich doch weg. Es soll nur gesagt sein, dass das Buch "Economics in One Lesson" Grundlage jedweder Diskussion über praktische Wirtschaftspolitik (z.B. Mindestlohn, "Ankurbeln des Exports" usw) sein sollte, zumal es nur 130 A5 Seiten sind, die in einfachstem Englisch und ohne Formeln gehalten sind.
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Sertanejo
Montag, 13. Februar 2012
Na sowas
Es ist an der Zeit ein Bier zu Feiern, wie es sonst nirgends auf der Welt gebraut wird. Deutsches Bier. Langsam aber sicher ändert sich offenbar die Importpolitik der brasilianischen Zollbehörde und der Biermarkt wird nicht mehr so sehr geschützt, wie er es aufgrund seiner Qualität eigentlich nötig hätte.
Jedenfalls habe ich jüngst zu meiner Entzückung festgestellt, dass sich das gute alte König-Pilsener in der 0,5l Flasche sowie das kleine Wern ("esgrüner" für den Unbedarften) im heimischen Angeloni-Supermarkt eingenistet haben und das zu sagen wir Barpreisen. Man muss zwar trotzdem 3 europ. Kröten pro halben Liter locker machen, aber früher war der Preis bei 5, worauf vermutlich selbst Norwegen stolz gewesen wäre.
Die Importthese wird weiter gestärkt durch den Fakt, dass meine Augen beim Druchstreifen des abgrundtief teuren Käseregals ein importierter Emmentaler meine Aufmerksamkeit auf sich zog und das zu einem sagenhaften Preis von 9/10 Euro das Kilo. Auch hier gilt: Emmentaler gab es früher schon, allerdings hatte damals das Kilo was um die 20 Euro gekostet und mit Käseschmuggel in einem 32kg Koffer hätte man schon den Hinflug auf den alten Kontinent bezahlen können. Und jetzt das - und auch noch importiert.
Um den Käsemarkt ist es übrigens noch schlechter bestellt als um den Biermarkt. Beim Bier gibt es in der Mittelklasse ja noch ein paar Biere, die zwar nicht gerade der Hammer sind, aber die auch nicht sauer schmecken (oxidiertes Bier aufgrund eines offenen Brauprozesses, wie man mir mitteilte), zB Devassa.
Beim Käse allerdings gibt es nichts. Garnichts. Es gibt Käse aus Uruguai für 15 Euro das Kilo und ab da gehts aufwärts bis 30. Die Brasilianer essen hier vornehmlich "Musarella" und "Prato", die so sehr nach Käse schmecken wie Gummibärchen nach Kakao. Der Geschmack erinnert eher an eine ungewürzte Tofu-Wurst.
Daher, und das trotz meiner Abneigung gegenüber allem was mit dem Staat zu tun hat - es lebe "Le President".
Damit verbleiben zwei ToDos auf meiner kulinarischen Wunschliste - Schwarzbrot und Schokolade.
Noch zwei kurze Hinweise:
1. Ich hab alle meine Versicherungen gekündigt und ich sah, dass es gut war. Mittlerweile sollte jedem klar sein, wem im Zweifel mit irgendwelchem Steuerzahlergeld aus der Patsche geholfen werden soll. Und nein, dass ist leider nicht der Steuerzahler. So oder so sollte sich jeder darüber im Klaren sein, dass in Deutschland mittlerweile Unrecht gesetztlich verankert wird. Dazu hier ein Auszug aus dem Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG Paragraph (das Zeichen jibbet nicht auf meiner Tastatur) 89):
Aber hallo! Zeitweilig verbieten? Ihr habt noch nichts gesehen - Absatz 2:
Zeitweilig ist gut, aber für immer ist der Hammer. Ich hab X Jahre eingezahlt und bekomme dann nix dafür? Immer noch garnichts, kuckst Du hier:
Die Pflicht zu zahlen bleibt unberührt?!!?!?!?! Herzlichen Glückwunsch, Sie sind Eigentümer eines Vertrags, den Sie einhalten müssen, aber Ihr Gegenüber nicht! Und nur weil das Gegenüber im Zweifel garnichts leistet, heisst das nicht, dass sie zu zahlen aufhören können.
Und nun ratet mal, in was die ganzen Versicherungen investiert haben. Ein kleiner Tipp: Es sind keine Aktien, Gold oder Wertpapiere von produktiven Entitäten. Tada, bitte denken Sie jetzt nach. Und hauchen Sie ihre Gedanken mediterran an.
2. Bei meinem jüngsten Account werde ich manchmal zur Sicherheit auch noch gefragt, wer mein bester Kindheitsfreund war. Ich hab den Namen dessen, dem ich ein Festfressen schulde, angegeben. Zufrieden??
Jedenfalls habe ich jüngst zu meiner Entzückung festgestellt, dass sich das gute alte König-Pilsener in der 0,5l Flasche sowie das kleine Wern ("esgrüner" für den Unbedarften) im heimischen Angeloni-Supermarkt eingenistet haben und das zu sagen wir Barpreisen. Man muss zwar trotzdem 3 europ. Kröten pro halben Liter locker machen, aber früher war der Preis bei 5, worauf vermutlich selbst Norwegen stolz gewesen wäre.
Die Importthese wird weiter gestärkt durch den Fakt, dass meine Augen beim Druchstreifen des abgrundtief teuren Käseregals ein importierter Emmentaler meine Aufmerksamkeit auf sich zog und das zu einem sagenhaften Preis von 9/10 Euro das Kilo. Auch hier gilt: Emmentaler gab es früher schon, allerdings hatte damals das Kilo was um die 20 Euro gekostet und mit Käseschmuggel in einem 32kg Koffer hätte man schon den Hinflug auf den alten Kontinent bezahlen können. Und jetzt das - und auch noch importiert.
Um den Käsemarkt ist es übrigens noch schlechter bestellt als um den Biermarkt. Beim Bier gibt es in der Mittelklasse ja noch ein paar Biere, die zwar nicht gerade der Hammer sind, aber die auch nicht sauer schmecken (oxidiertes Bier aufgrund eines offenen Brauprozesses, wie man mir mitteilte), zB Devassa.
Beim Käse allerdings gibt es nichts. Garnichts. Es gibt Käse aus Uruguai für 15 Euro das Kilo und ab da gehts aufwärts bis 30. Die Brasilianer essen hier vornehmlich "Musarella" und "Prato", die so sehr nach Käse schmecken wie Gummibärchen nach Kakao. Der Geschmack erinnert eher an eine ungewürzte Tofu-Wurst.
Daher, und das trotz meiner Abneigung gegenüber allem was mit dem Staat zu tun hat - es lebe "Le President".
Damit verbleiben zwei ToDos auf meiner kulinarischen Wunschliste - Schwarzbrot und Schokolade.
Noch zwei kurze Hinweise:
1. Ich hab alle meine Versicherungen gekündigt und ich sah, dass es gut war. Mittlerweile sollte jedem klar sein, wem im Zweifel mit irgendwelchem Steuerzahlergeld aus der Patsche geholfen werden soll. Und nein, dass ist leider nicht der Steuerzahler. So oder so sollte sich jeder darüber im Klaren sein, dass in Deutschland mittlerweile Unrecht gesetztlich verankert wird. Dazu hier ein Auszug aus dem Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG Paragraph (das Zeichen jibbet nicht auf meiner Tastatur) 89):
Ergibt sich bei der Prüfung der Geschäftsführung und der Vermögenslage eines Unternehmens, dass dieses für die Dauer nicht mehr imstande ist, seine Verpflichtungen zu erfüllen, [..], so kann die Aufsichtsbehörde das hierzu Erforderliche anordnen, auch die Vertreter des Unternehmens auffordern, [...] bla bla bla
Alle Arten Zahlungen, besonders Versicherungsleistungen, Gewinnverteilungen und bei Lebensversicherungen der Rückkauf oder die Beleihung des Versicherungsscheins sowie Vorauszahlungen darauf, können zeitweilig verboten werden.
Alle Arten Zahlungen, besonders Versicherungsleistungen, Gewinnverteilungen und bei Lebensversicherungen der Rückkauf oder die Beleihung des Versicherungsscheins sowie Vorauszahlungen darauf, können zeitweilig verboten werden.
(2) Unter der Voraussetzung in Absatz 1 Satz 1 kann die Aufsichtsbehörde, wenn nötig, die Verpflichtungen eines Lebensversicherungsunternehmens aus seinen Versicherungen dem Vermögensstand entsprechend herabsetzen.
Zeitweilig ist gut, aber für immer ist der Hammer. Ich hab X Jahre eingezahlt und bekomme dann nix dafür? Immer noch garnichts, kuckst Du hier:
Dabei kann die Aufsichtsbehörde ungleichmäßig verfahren, wenn es besondere Umstände rechtfertigen, namentlich wenn bei mehreren Gruppen von Versicherungen die Notlage des Unternehmens mehr in einer als in einer anderen begründet ist. Bei der Herabsetzung werden, soweit Deckungsrückstellungen der einzelnen Versicherungsverträge bestehen, zunächst die Deckungsrückstellungen herabgesetzt und danach die Versicherungssummen neu festgestellt, sonst diese unmittelbar herabgesetzt. Die Pflicht der Versicherungsnehmer, die Versicherungsentgelte in der bisherigen Höhe weiterzuzahlen, wird durch die Herabsetzung nicht berührt.
Die Pflicht zu zahlen bleibt unberührt?!!?!?!?! Herzlichen Glückwunsch, Sie sind Eigentümer eines Vertrags, den Sie einhalten müssen, aber Ihr Gegenüber nicht! Und nur weil das Gegenüber im Zweifel garnichts leistet, heisst das nicht, dass sie zu zahlen aufhören können.
Und nun ratet mal, in was die ganzen Versicherungen investiert haben. Ein kleiner Tipp: Es sind keine Aktien, Gold oder Wertpapiere von produktiven Entitäten. Tada, bitte denken Sie jetzt nach. Und hauchen Sie ihre Gedanken mediterran an.
2. Bei meinem jüngsten Account werde ich manchmal zur Sicherheit auch noch gefragt, wer mein bester Kindheitsfreund war. Ich hab den Namen dessen, dem ich ein Festfressen schulde, angegeben. Zufrieden??
Sonntag, 29. Januar 2012
Keine Zeit
Oder, um es mit den Worten anderer zu sagen:
Zwar könnte ich in der Tat zumindest für 10 kleine Minuten immer mal was schreiben. Allerdings ist bereits das Bemessen von Kommunikation nach Zeit ein Fehler. Und zwar schon fast ein "typisch Deutscher". Am Ende meines Lebens werde ich wohl nicht mein Dasein nach der Summe der gesparten Zeit bewerten, sondern nach der Anzahl und Tiefe der zwischenmenschlichen Kommunika- und Interaktionen, wozu nun mal neben Live-Treffen auch Nachrichten, Mails und sowas wie das hier gehören. Daher verwende ich eines der Lieblingsworte, die unsere geliebte Federal Reserve Bank des Öfteren äussert: Der derzeitige Zustand ist transitory
Freitag, 2. Dezember 2011
Der Leviathan I
Der Staat wurde von einem losen Haufen von Menschen ("Gesellschaft") in Übereinkommen gegründet, damit er sich um verschiedene Angelegenheiten dieser Menschen kümmert. Dazu gehören eine einheitliche Rechtssprechung (dass A nicht B zum Tode verurteilt, während für das gleiche Verbrechen D an C nur ein Entschuldigungssschreiben schicken muss), sowie die Verteidigung der Gesellschaft selbst, sowohl gegen innere als auch äussere Feinde. Im Gegenzug hat sich die Gesellschaft dazu bereit erklärt, Arbeit zu leisten, um den Staat zu unterstützen. Heute geschieht das zumeist durch Steuern als direkter Gegenwert von Arbeitsleistung, aber auch die Wehrpflicht ist an sich eine Unterstützung des Staats.
Um den Staat so gerecht wie möglich zu gestalten, haben die Menschen ihr Recht auf "Anwendung von Gewalt" nahezu vollständig abgegeben und ihr Selbstverteidigung und Schutz ihres Eigentums nahezu vollständig dem Staat unterworfen.
Der Staat ist damit ein Konstrukt, was dem Übereinkommen der Gesellschaft entspringt (er basiert auf dem "Staatsvertrag") und welcher als alleinigen Zweck den Schutz seines Volkes hat.
Was passiert aber nun, wenn der Staat "vergisst", dass er lediglich ein Mittel zur Interessenbefriedigung seiner zugrundeliegenden Gesellschaft ("des Volkes") ist? Er beginnt, sich als eigene Entität zu begreifen und entwickelt einen eigenen Willen.
Er beginnt, sich in die Angelegenheiten der Bürger einzumischen. Er erlässt Gesetze, die einigen Agenten (Erfüllungsgehilfen) des Staates (also z.B. Politikern) zum Vorteil gereichen. Damit verletzt er seinen eigentlichen Zweck, zu welchem er gegründet wurde und schadet seinem Volk. Denn jeder Vorteil für eine Menge von Menschen ist gleich einem Nachteil für alle anderen Menschen.
Dadurch entstehen Ineffizienzen im Staatsbudget und der Staat ist gezwungen, auf Dauer die Arbeitsbeitrag seiner Bürger (=Steuerlast) zu erhöhen.
Er tut dies unilateral, also ohne Zustimmung seines Volkes, und verletzt damit ein zweites Mal seinen Gründungsvertrag, denn der Vertrag wurde gegründet in der Annahme fixer Kosten. Steigen nun die Kosten für den einzelnen Menschen in der Gesellschaft durch Gründung des Staates, kann es sein, dass ab einem gewissen Zeitpunkt der Staat für den Menschen nicht mehr lohnenswert ist. Mit anderen Worten, es ist für den Menschen teuer, einen Staat zu finanzieren, als sich eine Sicherheitsfirma zu leisten, welche die Aufgaben des Staats übernimmt.
Öfter noch werden die vom Staat sich selbst auferlegten Aufgaben (wie uneinheitliche Wirtschaftsgesetzgebung zum Vorteile weniger) von den Menschen nicht toleriert und sie sehen (legitimiertweise) keinen Grund, für etwas zu bezahlen, wofür sie keinen Gegenwert bekommen, im Regelfall sogar schaden nehmen.
Der Unmut der Menschen wächst und es stehen mehrere Optionen zur Auswahl, um die Anmassung des Staates zu überwinden.
Um den Staat so gerecht wie möglich zu gestalten, haben die Menschen ihr Recht auf "Anwendung von Gewalt" nahezu vollständig abgegeben und ihr Selbstverteidigung und Schutz ihres Eigentums nahezu vollständig dem Staat unterworfen.
Der Staat ist damit ein Konstrukt, was dem Übereinkommen der Gesellschaft entspringt (er basiert auf dem "Staatsvertrag") und welcher als alleinigen Zweck den Schutz seines Volkes hat.
Was passiert aber nun, wenn der Staat "vergisst", dass er lediglich ein Mittel zur Interessenbefriedigung seiner zugrundeliegenden Gesellschaft ("des Volkes") ist? Er beginnt, sich als eigene Entität zu begreifen und entwickelt einen eigenen Willen.
Er beginnt, sich in die Angelegenheiten der Bürger einzumischen. Er erlässt Gesetze, die einigen Agenten (Erfüllungsgehilfen) des Staates (also z.B. Politikern) zum Vorteil gereichen. Damit verletzt er seinen eigentlichen Zweck, zu welchem er gegründet wurde und schadet seinem Volk. Denn jeder Vorteil für eine Menge von Menschen ist gleich einem Nachteil für alle anderen Menschen.
Dadurch entstehen Ineffizienzen im Staatsbudget und der Staat ist gezwungen, auf Dauer die Arbeitsbeitrag seiner Bürger (=Steuerlast) zu erhöhen.
Er tut dies unilateral, also ohne Zustimmung seines Volkes, und verletzt damit ein zweites Mal seinen Gründungsvertrag, denn der Vertrag wurde gegründet in der Annahme fixer Kosten. Steigen nun die Kosten für den einzelnen Menschen in der Gesellschaft durch Gründung des Staates, kann es sein, dass ab einem gewissen Zeitpunkt der Staat für den Menschen nicht mehr lohnenswert ist. Mit anderen Worten, es ist für den Menschen teuer, einen Staat zu finanzieren, als sich eine Sicherheitsfirma zu leisten, welche die Aufgaben des Staats übernimmt.
Öfter noch werden die vom Staat sich selbst auferlegten Aufgaben (wie uneinheitliche Wirtschaftsgesetzgebung zum Vorteile weniger) von den Menschen nicht toleriert und sie sehen (legitimiertweise) keinen Grund, für etwas zu bezahlen, wofür sie keinen Gegenwert bekommen, im Regelfall sogar schaden nehmen.
Der Unmut der Menschen wächst und es stehen mehrere Optionen zur Auswahl, um die Anmassung des Staates zu überwinden.
- Der Mensch kann sich entscheiden, dem Staat kein Geld zur Verfügung zu stellen. Landläufig als "Steuerhinterziehung" bekannt, ist es auch ein Mittel, den Staat in seinem Wirkungsradius einzudämmen.
- Der Mensch kann aktiv gegen den Staat vorgehen und versuchen, den Staatsvertrag zu ändern.
- Der Mensch kann fliehen, in der Hoffnung, dass er anderen Staatsverträgen beitreten kann, welche in seinen Augen gerechtere Bedingungen für den einzelnen darstellen.
Ich werde im Folgenden die drei Punkte in ihrer Reihenfolge passiver Widerstand, aktiver Widerstand und Flucht nennen.
Passiver Widerstand ist die angenehmste aller Möglichkeiten, denn man kann in seiner gewohnten Umgebung bleiben und hat ein geringes Risiko, vom Staat als Dissident erkannt zu werden.
Grundlage für die Steuerhinterziehung ist der legitime Gedanke, dass wenn der Staat unilateral die Steuern erhöhen kann, die Person diese auch unilateral wieder senken kann. Problematisch ist der Ansatz, weil das Kräfteungleichgewicht zwischen Staat und Person gross ist. Der Staat hat das Gewaltmonopol und kann durch Androhung oder Anwendung von Gewalt die Person zur Zahlung der Steuern nötigen. Erneut würde es sich hierbei um die Verletzung des Staatsvertrags handeln, da der Staat sich selbst über die Interessen seines Volkes stellt und die unilaterale Staatsvertragsänderung durch sich selbst akzeptiert, aber die seines Staatsbürgers nicht. Damit erklärt er, dass er nicht mehr blosses Mittel, sondern eine eigenständige Entität ist.
Viel öfter als Gewaltanwendung wählt der Staat die Verletzung von Eigentumsrechten und nimmt sich, was er braucht. Immobilien können dem Zugriff des Staates z.B. durch Flucht nicht entzogen werden, aber durchaus Kraft Gesetzes dem Eigentum des Bürgers. Der Staat eskaliert damit die Auseinandersetzung und provoziert aktiven Widerstand, um die Verleztung der Eigentumsrechte zu verhindern.
Die beiden möglichen Reaktionen des Staates auf passiven Widerstand zeigen, dass es auf langfristig unmöglich ist, dem Staat gegenüber passiv Widerstand zu leisten, es sei denn man verzichtet auf Eigentum und evtl auch persönliche Freiheit im Zugriffsbereich des Staates.
Das aktive Vorgehen gegen das Kräfteungleichgewicht erfordert den Einsatz eigener Ressourcen ist daher wesentlich risikobehafteter. Eine legale Auseinandersetzung vor der Justiz des Staates ist zeit- und ressourcenintensiv und ist dazu verdammt zu scheitern, da die Justiz auf Grundlage der Gesetze des selben Gesetzgebers zu entscheiden hat, der die unilaterale Staatsvertragsänderung zu verantworten hat. Man geht gewissermassen gegen die rechte Hand des Staates vor und verlangt deren Verurteilung vor der linken Hand.
Ein Vorgehen ausserhalb des gesetzlichen Rahmens erfordert hingegen Anwendung von Gewalt gegen die Agenten des Staates, die selbiger zu seiner Verteidigung heranziehen wird. Damit ist man offiziell Terrorist.
Vorläufiges Fazit:
Viel öfter als Gewaltanwendung wählt der Staat die Verletzung von Eigentumsrechten und nimmt sich, was er braucht. Immobilien können dem Zugriff des Staates z.B. durch Flucht nicht entzogen werden, aber durchaus Kraft Gesetzes dem Eigentum des Bürgers. Der Staat eskaliert damit die Auseinandersetzung und provoziert aktiven Widerstand, um die Verleztung der Eigentumsrechte zu verhindern.
Die beiden möglichen Reaktionen des Staates auf passiven Widerstand zeigen, dass es auf langfristig unmöglich ist, dem Staat gegenüber passiv Widerstand zu leisten, es sei denn man verzichtet auf Eigentum und evtl auch persönliche Freiheit im Zugriffsbereich des Staates.
Das aktive Vorgehen gegen das Kräfteungleichgewicht erfordert den Einsatz eigener Ressourcen ist daher wesentlich risikobehafteter. Eine legale Auseinandersetzung vor der Justiz des Staates ist zeit- und ressourcenintensiv und ist dazu verdammt zu scheitern, da die Justiz auf Grundlage der Gesetze des selben Gesetzgebers zu entscheiden hat, der die unilaterale Staatsvertragsänderung zu verantworten hat. Man geht gewissermassen gegen die rechte Hand des Staates vor und verlangt deren Verurteilung vor der linken Hand.
Ein Vorgehen ausserhalb des gesetzlichen Rahmens erfordert hingegen Anwendung von Gewalt gegen die Agenten des Staates, die selbiger zu seiner Verteidigung heranziehen wird. Damit ist man offiziell Terrorist.
Vorläufiges Fazit:
- Nur durch Flucht kann man sich der Verselbstständigung des Staates entziehen.
- Passiver Widerstand kann die Verselbstständigung des Staates bremsen, aber nicht verhindern.
- Aktiver Widerstand im Rahmen der Gesetze ist unmöglich. Das hat die Klage der Professoren gegen den Euro Bailout gezeigt. http://www.euractiv.de/finanzen-und-wachstum/artikel/euro-urteil-verfassungsbeschwerden-zurckgewiesen-005339 Zur Lektüre zum Thema empfehle ich Peter Boehringer, welcher trotz teilweisem emotionalen Überhangs ausgezeichnet dokumentiert http://www.goldseitenblog.com/peter_boehringer/index.php/2011/09/07/nicht-im-namen-des-volkes-ii
- Aktiver Widerstand im Rahmen des ethisch und moralisch Vertretbaren ist ebenfalls unmöglich, wie Julian Assange zweifelsohne beweist. In diesem Fall mag es sein, dass Gesetze gebrochen werden, mit Sicherheit sind aber dann die Gesetze zu untersuchen und nicht die Äusserung von Fakten über den Staat. Assange wird bewusst kriminalisiert und als Terrorist bezeichnet, obwohl er keine Person direkt oder indirekt verletzt oder Sachen zerstört hat.
Willkommen im 21. Jahrhundert.
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Donnerstag, 1. Dezember 2011
Die Vergangenheit meiner Grossväter
So, weil mich das schon seit Jahr und Tag aufregt, gleich nochmal was Politisches.
Dies ist vielleicht ein wenig mehr als Provokatives Statement zu verstehen denn als eigentlicher Debattenbeitrag. Jedenfalls bin ich es langsam satt, dauernd irgendwelche Nazi-Vergleiche vermeiden zu müssen. Es scheint, als gäbe es in Deutschland heute nichts Schlimmeres, als wenn man nicht 100%ig klarmacht, dass man kein Nazi ist.
Vermutlich kennt jeder einzelne von Euch ca 10 Beispiele. So muss man heute in der Aussenpolitik klarmachen, dass man die Juden gut findet, nur damit man Israel kritisieren kann. Und selbst dann behält sich die israelische Regierung sowie der Zentralrat der Juden vor, das einfach zu ignorieren und einen trotzdem Rassisten oder Antisemit zu bezeichnen. In Deutschland ist es mittlerweile soweit, dass niemand mehr Israel kritisiert, obwohl der Staat die Liste der kritisierenswertesten Staaten nahezu anführt und nur aufgrund seiner geringeren Grösse dazu verdammt ist, weniger Unheil auf dieser Welt anzurichten als die USA.
Ähnlich ergeht es anderen Menschen, die als Chefredakteur einer Bundeswehr-Uni-Zeitung meinen, dass Frauen schlechter zum Wehrdienst geeignet seien als Männer. Nun, obwohl er (aber das soll hier nicht Gegenstand der Debatte sein) mMn Recht hat, ist es offenbar trotzdem heutzutage ein Unding, seine Meinung zu äussern, insbesondere, falls vor 70 Jahren schonmal jemand die gleiche Meinung gehabt hat.
Zuguterletzt hängen irgendwelche Leute mitten im Nirgendwo Plakate auf, auf denen Adolf Hitler zu sehen ist, verziert von der Frage "Kennt jemand diesen Mann?". Auch hier ermittelt die Polizei, denn offenbar darf ich Adolf Hitler nicht auf Postern irgendwo anbringen (die Polizei ermittelt wegen Verwendung von Kennzeichnen verfassungswidriger Organisationen), wohl aber Karl Dall. Abgesehen davon, dass das Diskrimierung ist, ist es lächerlich.
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/erding/hitler-plakat-in-taufkirchen-bei-erding-nicht-spassig-polizei-sucht-weiter-den-titanic-taeter-1.1223621
Ich habe damit nichts zu tun, ich kenne keinen Nazi (ausser evtl den vom Plebs für rechtsradikal befundenen Herrn Böcker), mein Vater war keiner und meine Grossväter waren keine. Punkt.
Ich kritisiere Israel, wie es mir passt, mir sind Juden genauso egal wie Christen und Atheisten. Aber am wenigsten werde ich mich für irgendwas schämen, was ich nicht gemacht habe.
Ich habe den Entschluss gefasst, mich nichtmehr für irgendwelche dummen Nazi-Sachen zu rechtfertigen. Falls mich jemand dann als Nazi bezeichnet, wenn ich meine, dass Israel ein Unrechtsstaat ist, weiss ich auch gleich, mit wessen Geistes Kind ich es zu tun habe.
Dies ist vielleicht ein wenig mehr als Provokatives Statement zu verstehen denn als eigentlicher Debattenbeitrag. Jedenfalls bin ich es langsam satt, dauernd irgendwelche Nazi-Vergleiche vermeiden zu müssen. Es scheint, als gäbe es in Deutschland heute nichts Schlimmeres, als wenn man nicht 100%ig klarmacht, dass man kein Nazi ist.
Vermutlich kennt jeder einzelne von Euch ca 10 Beispiele. So muss man heute in der Aussenpolitik klarmachen, dass man die Juden gut findet, nur damit man Israel kritisieren kann. Und selbst dann behält sich die israelische Regierung sowie der Zentralrat der Juden vor, das einfach zu ignorieren und einen trotzdem Rassisten oder Antisemit zu bezeichnen. In Deutschland ist es mittlerweile soweit, dass niemand mehr Israel kritisiert, obwohl der Staat die Liste der kritisierenswertesten Staaten nahezu anführt und nur aufgrund seiner geringeren Grösse dazu verdammt ist, weniger Unheil auf dieser Welt anzurichten als die USA.
Ähnlich ergeht es anderen Menschen, die als Chefredakteur einer Bundeswehr-Uni-Zeitung meinen, dass Frauen schlechter zum Wehrdienst geeignet seien als Männer. Nun, obwohl er (aber das soll hier nicht Gegenstand der Debatte sein) mMn Recht hat, ist es offenbar trotzdem heutzutage ein Unding, seine Meinung zu äussern, insbesondere, falls vor 70 Jahren schonmal jemand die gleiche Meinung gehabt hat.
Zuguterletzt hängen irgendwelche Leute mitten im Nirgendwo Plakate auf, auf denen Adolf Hitler zu sehen ist, verziert von der Frage "Kennt jemand diesen Mann?". Auch hier ermittelt die Polizei, denn offenbar darf ich Adolf Hitler nicht auf Postern irgendwo anbringen (die Polizei ermittelt wegen Verwendung von Kennzeichnen verfassungswidriger Organisationen), wohl aber Karl Dall. Abgesehen davon, dass das Diskrimierung ist, ist es lächerlich.
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/erding/hitler-plakat-in-taufkirchen-bei-erding-nicht-spassig-polizei-sucht-weiter-den-titanic-taeter-1.1223621
Ich habe damit nichts zu tun, ich kenne keinen Nazi (ausser evtl den vom Plebs für rechtsradikal befundenen Herrn Böcker), mein Vater war keiner und meine Grossväter waren keine. Punkt.
Ich kritisiere Israel, wie es mir passt, mir sind Juden genauso egal wie Christen und Atheisten. Aber am wenigsten werde ich mich für irgendwas schämen, was ich nicht gemacht habe.
Ich habe den Entschluss gefasst, mich nichtmehr für irgendwelche dummen Nazi-Sachen zu rechtfertigen. Falls mich jemand dann als Nazi bezeichnet, wenn ich meine, dass Israel ein Unrechtsstaat ist, weiss ich auch gleich, mit wessen Geistes Kind ich es zu tun habe.
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