Donnerstag, 23. Februar 2012

Realsatire

Heute kann man Folgendes im Spiegel lesen.

Merkel bittet Angehörige um Verzeihung

Im Vorwort dazu heisst es bereits:
Ein Land verneigt sich vor den Opfern des rechtsextremistischen Terrors. Bei der zentralen Gedenkfeier in Berlin appellierte Kanzlerin Merkel an Mitgefühl und Aufmerksamkeit aller Menschen in Deutschland: "Gleichgültigkeit hat eine verheerende Wirkung."
Gleichzeitig wird mit dem ESM erstmals wieder seit 60 Jahren eine totalitäre Regierung installiert, die nicht angeklagt werden kann, die sich damit für nichts verantworten muss und die jederzeit Geld vom Steuerzahler anfordern kann.

Das bedeutet nichts geringeres als dass Schiessbefehle gegen Demonstranten erteilt werden können ohne dass sich irgendwer dafür verantworten müsste. Genau so, wie Assad es in Syrien macht.

Und wer jetzt meint "sowas werden die niemals tun", dem sei gesagt, dass Assad in Damaskus in einer französisch-arabischen Schule gelernt hatte, später dann Medizin studierte und in London dann eine Spezialisierung zum Augenarzt gemacht hatte. Er spricht Französisch, Arabisch und Englisch, ist seit 2001 verheiratet und ist Vater dreier 7-10 Jahre alter Kinder. So einer könnte doch nie sowas tun.

Doch.

Gleichgültigkeit hat eine verheerende Wirkung.

Donnerstag, 16. Februar 2012

Lyrik im Niveaulimbo

So, wenn ich das richtig sehe(n),
müssten Kommentare gehen
ausnahmslos für jedermann,
der Bild zu Text umwandeln kann.

Wenn ich das richtig sehe, wird jener Song auch in Deutschland die Charts hoch und runter gespielt? Oder wie ist das?


Vielleicht sollte ich mal einen auf Lutz Stolberg machen und mal zum Besten geben, was und wie  wenig ich eigentlich über das Lied und Sertanejo im Allgemeinen weiss.

Naja, ein wenig Zeit hab ich noch. Das reicht aber nich tur eine Abhandlung über Sertanejo, deswegen hier kurz noch ein paar Bücherhinweise.

Während in Griechenland bereits fleissig deutsche Fahnen verbrannt werden (Das Volk ist nicht in der Lage zwischen Volk und Regierung anderer Länder zu unterscheiden), werden wir so langsam in die Phase eintreten, die 1920-1923 auch in Deutschland vorherrschend war, bekannt unter dem Namen Hyperinflation. Vielleicht 5 Jahre noch oder so. Wichtig ist aber zu wissen, warum das alles passiert ist und was in Zukunft dann passieren wird.

Zum Warum empfehle ich allen dem Englisch mächtigen ausnahmslos Economics in One Lesson. Das Buch ist wirklich dermassen gut, und wenn auch nur die Hälfte unserer Politiker auch nur die Hälfte des Buches gelesen hätte, wären wir heute nicht dort, wo wir sind (nah am Abgrund, falls das jetzt unklar ist).

Das Zweite kann ich nicht direkt empfehlen, weil ich es noch nicht gelesen habe. Aber es soll sehr plakativ sein und zeigen, womit zu rechnen ist: When Money dies

So, nun muss ich doch weg. Es soll nur gesagt sein, dass das Buch "Economics in One Lesson" Grundlage jedweder Diskussion über praktische Wirtschaftspolitik (z.B. Mindestlohn, "Ankurbeln des Exports" usw) sein sollte, zumal es nur 130 A5 Seiten sind, die in einfachstem Englisch und ohne Formeln gehalten sind.

Montag, 13. Februar 2012

Na sowas

Es ist an der Zeit ein Bier zu Feiern, wie es sonst nirgends auf der Welt gebraut wird. Deutsches Bier. Langsam aber sicher ändert sich offenbar die Importpolitik der brasilianischen Zollbehörde und der Biermarkt wird nicht mehr so sehr geschützt, wie er es aufgrund seiner Qualität eigentlich nötig hätte.


Jedenfalls habe ich jüngst zu meiner Entzückung festgestellt, dass sich das gute alte König-Pilsener in der 0,5l Flasche sowie das kleine Wern ("esgrüner" für den Unbedarften) im heimischen Angeloni-Supermarkt eingenistet haben und das zu sagen wir Barpreisen. Man muss zwar trotzdem 3 europ. Kröten pro halben Liter locker machen, aber früher war der Preis bei 5, worauf vermutlich selbst Norwegen stolz gewesen wäre.

Die Importthese wird weiter gestärkt durch den Fakt, dass meine Augen beim Druchstreifen des abgrundtief teuren Käseregals ein importierter Emmentaler meine Aufmerksamkeit auf sich zog und das zu einem sagenhaften Preis von 9/10 Euro das Kilo. Auch hier gilt: Emmentaler gab es früher schon, allerdings hatte damals das Kilo was um die 20 Euro gekostet und mit Käseschmuggel in einem 32kg Koffer hätte man schon den Hinflug auf den alten Kontinent bezahlen können. Und jetzt das - und auch noch importiert.
Um den Käsemarkt ist es übrigens noch schlechter bestellt als um den Biermarkt. Beim Bier gibt es in der Mittelklasse ja noch ein paar Biere, die zwar nicht gerade der Hammer sind, aber die auch nicht sauer schmecken (oxidiertes Bier aufgrund eines offenen Brauprozesses, wie man mir mitteilte), zB Devassa.
Beim Käse allerdings gibt es nichts. Garnichts. Es gibt Käse aus Uruguai für 15 Euro das Kilo und ab da gehts aufwärts bis 30. Die Brasilianer essen hier vornehmlich "Musarella" und "Prato", die so sehr nach Käse schmecken wie Gummibärchen nach Kakao. Der Geschmack erinnert eher an eine ungewürzte Tofu-Wurst.
Daher, und das trotz meiner Abneigung gegenüber allem was mit dem Staat zu tun hat - es lebe "Le President".
Damit verbleiben zwei ToDos auf meiner kulinarischen Wunschliste - Schwarzbrot und Schokolade.

Noch zwei kurze Hinweise:
1. Ich hab alle meine Versicherungen gekündigt und ich sah, dass es gut war. Mittlerweile sollte jedem klar sein, wem im Zweifel mit irgendwelchem Steuerzahlergeld aus der Patsche geholfen werden soll. Und nein, dass ist leider nicht der Steuerzahler. So oder so sollte sich jeder darüber im Klaren sein, dass in Deutschland mittlerweile Unrecht gesetztlich verankert wird. Dazu hier ein Auszug aus dem Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG Paragraph (das Zeichen jibbet nicht auf meiner Tastatur) 89):
Ergibt sich bei der Prüfung der Geschäftsführung und der Vermögenslage eines Unternehmens, dass dieses für die Dauer nicht mehr imstande ist, seine Verpflichtungen zu erfüllen, [..], so kann die Aufsichtsbehörde das hierzu Erforderliche anordnen, auch die Vertreter des Unternehmens auffordern, [...] bla bla bla

Alle Arten Zahlungen, besonders Versicherungsleistungen, Gewinnverteilungen und bei Lebensversicherungen der Rückkauf oder die Beleihung des Versicherungsscheins sowie Vorauszahlungen darauf, können zeitweilig verboten werden.

Alle Arten Zahlungen, besonders Versicherungsleistungen, Gewinnverteilungen und bei Lebensversicherungen der Rückkauf oder die Beleihung des Versicherungsscheins sowie Vorauszahlungen darauf, können zeitweilig verboten werden.

Aber hallo! Zeitweilig verbieten? Ihr habt noch nichts gesehen - Absatz 2:

(2) Unter der Voraussetzung in Absatz 1 Satz 1 kann die Aufsichtsbehörde, wenn nötig, die Verpflichtungen eines Lebensversicherungsunternehmens aus seinen Versicherungen dem Vermögensstand entsprechend herabsetzen.

Zeitweilig ist gut, aber für immer ist der Hammer.  Ich hab X Jahre eingezahlt und bekomme dann nix dafür? Immer noch garnichts, kuckst Du hier:

Dabei kann die Aufsichtsbehörde ungleichmäßig verfahren, wenn es besondere Umstände rechtfertigen, namentlich wenn bei mehreren Gruppen von Versicherungen die Notlage des Unternehmens mehr in einer als in einer anderen begründet ist. Bei der Herabsetzung werden, soweit Deckungsrückstellungen der einzelnen Versicherungsverträge bestehen, zunächst die Deckungsrückstellungen herabgesetzt und danach die Versicherungssummen neu festgestellt, sonst diese unmittelbar herabgesetzt. Die Pflicht der Versicherungsnehmer, die Versicherungsentgelte in der bisherigen Höhe weiterzuzahlen, wird durch die Herabsetzung nicht berührt.


Die Pflicht zu zahlen bleibt unberührt?!!?!?!?! Herzlichen Glückwunsch, Sie sind Eigentümer eines Vertrags, den Sie einhalten müssen, aber Ihr Gegenüber nicht! Und nur weil das Gegenüber im Zweifel garnichts leistet, heisst das nicht, dass sie zu zahlen aufhören können.

Und nun ratet mal, in was die ganzen Versicherungen investiert haben. Ein kleiner Tipp: Es sind keine Aktien, Gold oder Wertpapiere von produktiven Entitäten. Tada, bitte denken Sie jetzt nach. Und hauchen Sie ihre Gedanken mediterran an.

2. Bei meinem jüngsten Account werde ich manchmal zur Sicherheit auch noch gefragt, wer mein bester Kindheitsfreund war. Ich hab den Namen dessen, dem ich ein Festfressen schulde, angegeben. Zufrieden??

Sonntag, 29. Januar 2012

Keine Zeit

Oder, um es mit den Worten anderer zu sagen: 

I'm late / I'm late / For a very important date. / No time to say "Hello, Goodbye". / I'm late, I'm late, I'm late.


Zwar könnte ich in der Tat zumindest für 10 kleine Minuten immer mal was schreiben. Allerdings ist bereits das Bemessen von Kommunikation nach Zeit ein Fehler. Und zwar schon fast ein "typisch Deutscher". Am Ende meines Lebens werde ich wohl nicht mein Dasein nach der Summe der gesparten Zeit bewerten, sondern nach der Anzahl und Tiefe der zwischenmenschlichen Kommunika- und Interaktionen, wozu nun mal neben Live-Treffen auch Nachrichten, Mails und sowas wie das hier  gehören.  Daher verwende ich eines der Lieblingsworte, die unsere geliebte Federal Reserve Bank des Öfteren äussert: Der derzeitige Zustand ist transitory

Freitag, 2. Dezember 2011

Der Leviathan I

Der Staat wurde von einem losen Haufen von Menschen ("Gesellschaft") in Übereinkommen gegründet, damit er sich um verschiedene Angelegenheiten dieser Menschen kümmert. Dazu gehören eine einheitliche Rechtssprechung (dass A nicht B zum Tode verurteilt, während für das gleiche Verbrechen D an C nur ein Entschuldigungssschreiben schicken muss), sowie die Verteidigung der Gesellschaft selbst, sowohl gegen innere als auch äussere Feinde. Im Gegenzug hat sich die Gesellschaft dazu bereit erklärt, Arbeit zu leisten, um den Staat zu unterstützen. Heute geschieht das zumeist durch Steuern als direkter Gegenwert von Arbeitsleistung, aber auch die Wehrpflicht ist an sich eine Unterstützung des Staats.

Um den Staat so gerecht wie möglich zu gestalten, haben die Menschen ihr Recht auf "Anwendung von Gewalt" nahezu vollständig abgegeben und ihr Selbstverteidigung und Schutz ihres Eigentums nahezu vollständig dem Staat unterworfen.

Der Staat ist damit ein Konstrukt, was dem Übereinkommen der Gesellschaft entspringt (er basiert auf dem "Staatsvertrag") und welcher als alleinigen Zweck den Schutz seines Volkes hat.

Was passiert aber nun, wenn der Staat "vergisst", dass er lediglich ein Mittel zur Interessenbefriedigung seiner zugrundeliegenden Gesellschaft ("des Volkes")  ist? Er beginnt, sich als eigene Entität zu begreifen und entwickelt einen eigenen Willen.

Er beginnt, sich in die Angelegenheiten der Bürger einzumischen. Er erlässt Gesetze, die einigen Agenten (Erfüllungsgehilfen) des Staates (also z.B. Politikern) zum Vorteil gereichen. Damit verletzt er seinen eigentlichen Zweck, zu welchem er gegründet wurde und schadet seinem Volk. Denn jeder Vorteil für eine Menge von Menschen ist gleich einem Nachteil für alle anderen Menschen.

Dadurch entstehen Ineffizienzen im Staatsbudget und der Staat ist gezwungen, auf Dauer die Arbeitsbeitrag seiner Bürger (=Steuerlast) zu erhöhen.
Er tut dies unilateral, also ohne Zustimmung seines Volkes, und verletzt damit ein zweites Mal seinen  Gründungsvertrag, denn der Vertrag wurde gegründet in der Annahme fixer Kosten. Steigen nun die Kosten für den einzelnen Menschen in der Gesellschaft durch Gründung des Staates, kann es sein, dass ab einem gewissen Zeitpunkt der Staat für den Menschen nicht mehr lohnenswert ist. Mit anderen Worten, es ist für den Menschen teuer, einen Staat zu finanzieren, als sich eine Sicherheitsfirma zu leisten, welche die Aufgaben des Staats übernimmt.
Öfter noch werden die vom Staat sich selbst auferlegten Aufgaben (wie uneinheitliche Wirtschaftsgesetzgebung zum Vorteile weniger) von den Menschen nicht toleriert und sie sehen (legitimiertweise) keinen Grund, für etwas zu bezahlen, wofür sie keinen Gegenwert bekommen, im Regelfall sogar schaden nehmen.

Der Unmut der Menschen wächst und es stehen mehrere Optionen zur Auswahl, um die Anmassung des Staates zu überwinden.

  • Der Mensch kann sich entscheiden, dem Staat kein Geld zur Verfügung zu stellen. Landläufig als "Steuerhinterziehung" bekannt, ist es auch ein Mittel, den Staat in seinem Wirkungsradius einzudämmen. 
  • Der Mensch kann aktiv gegen den Staat vorgehen und versuchen, den Staatsvertrag zu ändern.
  • Der Mensch kann fliehen, in der Hoffnung, dass er anderen Staatsverträgen beitreten kann, welche in seinen Augen gerechtere Bedingungen für den einzelnen darstellen.
Ich werde im Folgenden die drei Punkte in ihrer Reihenfolge passiver Widerstand, aktiver Widerstand und Flucht nennen.

Passiver Widerstand ist die angenehmste aller Möglichkeiten, denn man kann in seiner gewohnten Umgebung bleiben und hat ein geringes Risiko, vom Staat als Dissident erkannt zu werden.
Grundlage für die Steuerhinterziehung ist der legitime Gedanke, dass wenn der Staat unilateral die Steuern erhöhen kann, die Person diese auch unilateral wieder senken kann. Problematisch ist der Ansatz, weil das Kräfteungleichgewicht zwischen Staat und Person gross ist. Der Staat hat das Gewaltmonopol und kann durch Androhung oder Anwendung von Gewalt die Person zur Zahlung der Steuern nötigen. Erneut würde es sich hierbei um die Verletzung des Staatsvertrags handeln, da der Staat sich selbst über die Interessen seines Volkes stellt und die unilaterale Staatsvertragsänderung durch sich selbst akzeptiert, aber die seines Staatsbürgers nicht. Damit erklärt er, dass er nicht mehr blosses Mittel, sondern eine eigenständige Entität ist.
Viel öfter als Gewaltanwendung wählt der Staat die Verletzung von Eigentumsrechten und nimmt sich, was er braucht. Immobilien können dem Zugriff des Staates z.B. durch Flucht nicht entzogen werden, aber durchaus Kraft Gesetzes dem Eigentum des Bürgers. Der Staat eskaliert damit die Auseinandersetzung und provoziert aktiven Widerstand, um die Verleztung der Eigentumsrechte zu verhindern.
Die beiden möglichen Reaktionen des Staates auf passiven Widerstand zeigen, dass es auf langfristig unmöglich ist, dem Staat gegenüber passiv Widerstand zu leisten, es sei denn man verzichtet auf Eigentum und evtl auch persönliche Freiheit im Zugriffsbereich des Staates.

Das aktive Vorgehen gegen das Kräfteungleichgewicht erfordert den Einsatz eigener Ressourcen ist daher wesentlich risikobehafteter. Eine legale Auseinandersetzung vor der Justiz des Staates ist zeit- und ressourcenintensiv und ist dazu verdammt zu scheitern, da die Justiz auf Grundlage der Gesetze des selben Gesetzgebers zu entscheiden hat, der die unilaterale Staatsvertragsänderung zu verantworten hat. Man geht gewissermassen gegen die rechte Hand des Staates vor und verlangt deren Verurteilung vor der linken Hand.
Ein Vorgehen ausserhalb des gesetzlichen Rahmens erfordert hingegen Anwendung von Gewalt gegen die Agenten des Staates, die selbiger zu seiner Verteidigung heranziehen wird. Damit ist man offiziell Terrorist.

Vorläufiges Fazit:

  • Nur durch Flucht kann man sich der Verselbstständigung des Staates entziehen.
  • Passiver Widerstand kann die Verselbstständigung des Staates bremsen, aber nicht verhindern.
  • Aktiver Widerstand im Rahmen der Gesetze ist unmöglich. Das hat die Klage der Professoren gegen den Euro Bailout gezeigt. http://www.euractiv.de/finanzen-und-wachstum/artikel/euro-urteil-verfassungsbeschwerden-zurckgewiesen-005339  Zur Lektüre zum Thema empfehle ich Peter Boehringer, welcher trotz teilweisem emotionalen Überhangs ausgezeichnet dokumentiert http://www.goldseitenblog.com/peter_boehringer/index.php/2011/09/07/nicht-im-namen-des-volkes-ii
  • Aktiver Widerstand im Rahmen des ethisch und moralisch Vertretbaren ist ebenfalls unmöglich, wie Julian Assange zweifelsohne beweist. In diesem Fall mag es sein, dass Gesetze gebrochen werden, mit Sicherheit sind aber dann die Gesetze zu untersuchen und nicht die Äusserung von Fakten über den Staat. Assange wird bewusst kriminalisiert und als Terrorist bezeichnet, obwohl er keine Person direkt oder indirekt verletzt oder Sachen zerstört hat.
Willkommen im 21. Jahrhundert.

Donnerstag, 1. Dezember 2011

Die Vergangenheit meiner Grossväter

So, weil mich das schon seit Jahr und Tag aufregt, gleich nochmal was Politisches.

Dies ist vielleicht ein wenig mehr als Provokatives Statement zu verstehen denn als eigentlicher Debattenbeitrag. Jedenfalls bin ich es langsam satt, dauernd irgendwelche Nazi-Vergleiche vermeiden zu müssen. Es scheint, als gäbe es in Deutschland heute nichts Schlimmeres, als wenn man nicht 100%ig klarmacht, dass man kein Nazi ist.

Vermutlich kennt jeder einzelne von Euch ca 10 Beispiele. So muss man heute in der Aussenpolitik klarmachen, dass man die Juden gut findet, nur damit man Israel kritisieren kann. Und selbst dann behält sich die israelische Regierung sowie der Zentralrat der Juden vor, das einfach zu ignorieren und einen trotzdem Rassisten oder Antisemit zu bezeichnen. In Deutschland ist es mittlerweile soweit, dass niemand mehr Israel kritisiert, obwohl der Staat die Liste der kritisierenswertesten Staaten nahezu anführt und nur aufgrund seiner geringeren Grösse dazu verdammt ist, weniger Unheil auf dieser Welt anzurichten als die USA.

Ähnlich ergeht es anderen Menschen, die als Chefredakteur einer Bundeswehr-Uni-Zeitung meinen, dass Frauen schlechter zum Wehrdienst geeignet seien als Männer. Nun, obwohl er (aber das soll hier nicht Gegenstand der Debatte sein) mMn Recht hat, ist es offenbar trotzdem heutzutage ein Unding, seine Meinung zu äussern, insbesondere, falls vor 70 Jahren schonmal jemand die gleiche Meinung gehabt hat.

Zuguterletzt hängen irgendwelche Leute mitten im Nirgendwo Plakate auf, auf denen Adolf Hitler zu sehen ist, verziert von der Frage "Kennt jemand diesen Mann?". Auch hier ermittelt die Polizei, denn offenbar darf ich Adolf Hitler nicht auf Postern irgendwo anbringen (die Polizei ermittelt wegen Verwendung von Kennzeichnen verfassungswidriger Organisationen), wohl aber Karl Dall. Abgesehen davon, dass das Diskrimierung ist, ist es lächerlich.

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/erding/hitler-plakat-in-taufkirchen-bei-erding-nicht-spassig-polizei-sucht-weiter-den-titanic-taeter-1.1223621

Ich habe damit nichts zu tun, ich kenne keinen Nazi (ausser evtl den vom Plebs für rechtsradikal befundenen Herrn Böcker), mein Vater war keiner und meine Grossväter waren keine. Punkt.
Ich kritisiere Israel, wie es mir passt, mir sind Juden genauso egal wie Christen und Atheisten. Aber am wenigsten werde ich mich für irgendwas schämen, was ich nicht gemacht habe.
Ich habe den Entschluss gefasst, mich nichtmehr für irgendwelche dummen Nazi-Sachen zu rechtfertigen. Falls mich jemand dann als Nazi bezeichnet, wenn ich meine, dass Israel ein Unrechtsstaat ist, weiss ich auch gleich, mit wessen Geistes Kind ich es zu tun habe.

Montag, 28. November 2011

Gründe

Zur Zeit geht's gerade heiß her auf den Weltmärkten und in der Politik und deswegen muss ich erstmal ein paar Basics loswerden.
Also, egal welche Summe man welchen Schuldnern gibt, sie bleiben Schuldner. Es gibt keine Nation der Welt, die die Schulden der Nationen oder der Banken übernehmen können. Jeder Euro, der für eine Bank oder für einen Staat als Nothilfe gegeben wird, wird den Gebenden fehlen. Und die Gebenden sind nicht etwa die Staaten, sondern die Steuerzahler. Alles, was wir an Geld = Kaufkraft nach GR & Co. schicken, wird an Kaufkraft in D fehlen.
Sollte die Rechnung nicht sofort kommen, so kommt sie in wenigen Jahren, dann aber mit Zinsen.

Damit ist die Situation in Europa unlösbar und die Banken und Staaten müssen bankrott gehen. Das ist nicht, wie allgemein behauptet, das Ende der Welt, sondern eine ganz normale Sache. Siehe Russland 99, Argentinien 01 und Island 08 (wenn ich mich recht entsinne). Das letzte Mal, als ich nachgekuckt hab, waren die Staaten jedenfalls noch auf der Landkarte und von Hungersnöten hab ich auch nichts gehört.
Wer sein Geld den schlechtesten Schuldnern gibt, muss damit rechnen, dass sie es nicht zurückbezahlen. In diesem Sinne ist es nur fair, dass es die trifft, die das Geld dem Schuldner gegeben haben und nicht die, die zufällig mit dem Gläubiger im gleichen Land wohnen. Dank der Regierung dürfen die Gläubiger, die wirklich ihre Dummheit bereits bewiesen haben, diese nun erneut in Taten umsetzen, aber nicht mit deren Geld, sondern mit dem der Steuerzahler.

So, all das nützt uns jetzt wenig, wichtig ist eher zu wissen, was wohl passieren wird. Ich habe mal in meine Glaskugel geschaut und werde an der Stelle mal prognostizieren, was passieren wird. Ich bitte darum, mich an diesen Tatsachen zu messen.

Kurz bis mittelfristig wird es einen Krieg geben, vermutlich gegen Syrien und den Iran. Ein bisschen ging es ja schon los, die USA verlegt ständig Kriegsschiffe und Nuklearkraftwerke explodieren plötzlich. Ablenkung von der Krise tut jedenfalls Not.
Wie bereits erwähnt, glaube ich auch, dass Geld gedruckt wird, bereits in wenigen Monaten. Diesmal vermutlich in einer global konzertierten Aktion zwischen Fed, EZB und IMF. Gold, Silber und Aktien steigen, weil die Leute nach und nach spitzkriegen, was passiert. Die Zentralbanken haben ein Interesse an niedrigen Preisen der Edelmetalle (Verschleiern der Inflation) und werden daher die Preise zu drücken versuchen. Es wird zu knallharten Einbrüchen kommen, speziell in Silber, da der Markt klein ist (siehe 2. Mai 2011). Am Ende steht ein Zusammenbruch der Edelmetallmärkte - das Angebot wird klein und die Nachfrage riesig sein. Es wird schwierig sein, am Gold oder Silber zu kommen.

Da die Menschen nicht nur monetär, sondern auch anderweitig fliehen werden, werden sich die Einwanderungsgesetze verschärfen, speziell in den Schwellenländern. Außerdem werden Ausfuhrverbote über Edelmetalle und Werten zunehmen, bis hin zu Kapitalkontrollen.
Weiterhin werden die Steuern auf Immobilien und andere unflexible Sachwerte erhöht werden. All das wird unter dem Deckmantel von "die bösen Spekulanten, Hausbesitzer, Unternehmer" passieren und das Wirtschaftssystem wird planwirtschaftlicher. Die Not wird damit größer und daher auch der Widerstand der Bevölkerung. Die Widerständler werden seitens des Staates infiltriert und diskreditiert werden und teilweise auch als Terroristen behandelt. Der Staat wird sich gegen seinen Untergang wehren.

Am Ende, irgendwann in dieser Dekade, werden alle Währungen in der Hyperinflation aufgehen, insbesondere der Yen, das Pfund, der Dollar, der Schweizer Franken und der Euro. Ankündigen wird sich das ganze durch geschlossene Banken, die ihren Kunden nicht mehr in vollem Umfang  erlauben, ihr Geld abzuheben.

Soweit dazu, die ersten, die Auswandern, werden noch am besten wegkommen. Viel Spaß!