Montag, 7. Mai 2012

Spanien und die Steuergelder

Normalerweise bin ich ja Montag früh ein wenig ruhiger unterwegs, aber der folgende Artikel setzt dem Ganzen (und damit auch dem Montag) die Krone auf und spiegelt sehr deutlich wieder, wessen Geistes Kind die Debatte über Banken- und Staatstettungen ist und welchen Beitrag die Medien dazu liefern:

Dazu folgender Artikel, welcher nicht gelesen werden muss:
SPIEGEL - Spanien könnte Banken mit Steuergeldern retten

Relevant ist lediglich der Unterüberschrift zur Schlagzeile, die so geht:
Dieser Vorstoß dürfte wütende Reaktionen provozieren: Spaniens Ministerpräsident Rajoy will einzelne Banken notfalls mit Steuergeldern vor dem Crash retten. Seine Andeutung steht im krassen Gegensatz zu den Sparmaßnahmen, die er der Bevölkerung abverlangt.
Was wir hier sehen, ist phänomenal: Spanien will Steuergelder verwenden, um Banken vor dem Crash zu retten. Mit "Spanien" ist natürlich die spanische Regierung gemeint.
Das Problem des Spiegel-Artikels liegt hier darin, dass der Autor (Kürzel ssu/dpa-AFX) der Meinung ist, dass das vorher noch nicht der Fall war.

Liebe/r ssu/dpa-AFX, jeder einzelne Euro, der von irgendeiner Regierung ausgegeben wird, ist Steuergeld. Das liegt daran, dass die Regierung selbst nichts verdient, sie produziert nichts, was andere Nicht-Korrupte von ihr kaufen wollen würden. Sie kümmert sich nur um Gesetze, um das Geld anderer (des Volkes) wegzunehmen. Auch Kredite an Banken und andere Staaten der Europäischen (Haftungs-) Gemeinschaft bestehen zu Teilen aus spanischen "Regierungsgeldern", die in Wahrheit Steuergelder sind, alles andere sind nicht etwa deutsche Gelder oder niederländische Gelder, nein, es sind Steuergelder, die andere Regierungen anderen Menschen abgepresst haben. Und zwar in jedem einzelnen Fall, sprich ausnahmslos.

Dass so ein Fakt für viele Deutsche, Autoren, Chefredakteure und der Autorenmeinung nach auch für die Spanier ein Novum ist, ist schlimm.

Nichtsdestotrotz:
Jetzt zu schreiben, dass Steuergelder verwendet werden, ist inhaltlich gleichzusetzen mit einer Ankündigung, dass VW demnächst Mitarbeiter einsetzen will, um Arbeiten zu verrichten oder dass das Mittagessen demnächst aus Nahrungsmitteln bestehen soll.

In jedem Fall gilt


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen